Dataport lagert IT-Client-Betrieb an Cancom aus
Der Unternehmenssitz von Dataport in Altenholz bei Kiel.Dataport
Cancom hat sein erstes operatives Großprojekt für die neue Service Factory in Norderstedt an Land gezogen. Um Verwaltungen und öffentliche Einrichtungen nachhaltig zu entlasten, hat Dataport AöR dem Münchner IT-Systemhaus sein Angebot „Managed Client“ anvertraut.
Dataport betreibt als zentraler IT-Dienstleister die Arbeitsplatzumgebungen für Länder, Kommunen und öffentliche Einrichtungen in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
Um dieses Angebot langfristig abzusichern, setzt das Unternehmen nun bei seinem Rahmenvertrag „Mehrfach-Lieferanten-Integrator (MLI)“ auf Cancom. Das Münchner IT-Systemhaus soll die gesamte Supply Chain – von Logistik und Bevorratung über Konfiguration und Rollout bis hin zum Vor-Ort-Service – über einen Zeitraum von bis zu acht Jahren steuern und abwickeln. Das Gesamtvolumen des Rahmenvertrages wird mit rund 120 Millionen Euro beziffert.
Mehr Fokus auf Kernaufgaben
„Unsere Aufgabe ist es, IT-Arbeitsplätze nicht nur bereitzustellen, sondern die Komplexität zu reduzieren und Planbarkeit zu schaffen“, erklärt Simone Liebich, Abteilungsleitung Field Service bei Dataport AöR, in einer Stellungnahme. „Wer über 100.000 Clients zuverlässig steuert, gewinnt Betriebssicherheit – und die Freiheit, sich auf digitale Transformation und die Kernaufgaben der Verwaltung zu konzentrieren.“
Zum Leistungsumfang zählen Cancom zufolge die Bereitstellung von PCs, Notebooks, Monitoren, Druckern, mobilen Endgeräten sowie die notwendige Peripherie und Zubehör für über 100.000 Arbeitsplätze in klar definierten, standardisierten Konfigurationen. Dabei sollen separate Lieferantenverträge dafür sorgen, dass die erforderlichen Geräte in ausreichender Menge und in den passenden Konfigurationen bereitstehen.
Als zentrale Plattform für Auftragsmanagement, Reporting und Asset-Verwaltung dient ServiceNow. Es bildet damit das operative Rückgrat des Lifecycle-Managements. Durch eine enge Integration mit SAP und der Enterprise-Service-Management-Plattform BMC Helix entsteht ein End‑to‑End‑Betriebsmodell ohne Medienbrüche, das die Grundlage bildet, um den Service umzusetzen, erklärt Cancom. So würden Tickets, Bestände und Statusinformationen systemübergreifend konsistent geführt.
Gleichzeitig setzte Cancom eine systemseitige Anbindung um, um unmittelbar auf den bestehenden Dataport‑Prozessen aufzusetzen und gleichzeitig die eigenen Prozesse für die Serviceerbringung vollumfänglich zu nutzen.
Die Vorbereitung und Betankung der Clients erfolgt in der neuen Service Factory in Norderstedt. Cancom stellt auch ein dediziertes Team mit über 100 Mitarbeitenden, davon 70 Techniker im Fieldservice, bereit. Dadurch soll es möglich sein, zuverlässig Service vor Ort zu erbringen, Engpässe frühzeitig zu erkennen und Rollouts stabil und vorausschauend planen zu können, so der IT-Dienstleister.
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