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TCS bringt Sovereign-Cloud-Angebot nach Europa

Das Angebot von TCS basiert auf souveränen Cloud-Infrastrukturen von Hyperscalern.Gorodenkoff | shutterstock.com



Nach Rollouts in Indien, Kenia, Ostafrika und den Philippinen erweitert Tata Consultancy Services (TCS) sein Cloud-Portfolio auch in Europa um die „SovereignSecure Cloud“. TCS reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach souveränen Cloud-Modellen in Europa, die durch geopolitische Unsicherheiten, strengere Regulierung und die zunehmende Bedeutung von KI-Anwendungen zusätzlich an Bedeutung gewinnt.



Nach Angaben des IT-Dienstleisters kombiniert die Plattform eine souveräne Cloud-Architektur mit KI-Funktionen. Ziel sei es, Unternehmen in der EU mehr Kontrolle über Daten, Geschäftsprozesse und digitale Infrastruktur zu geben, ohne dabei auf Skalierbarkeit und Flexibilität moderner Cloud-Umgebungen verzichten zu müssen.



Das Angebot richtet sich entsprechend vor allem an Behörden, Unternehmen des öffentlichen Sektors sowie stark regulierte Branchen.



Mehrschichtige Cloud-Architektur



Die SovereignSecure Cloud basiert laut TCS auf einem mehrschichtigen Modell. Dazu gehören:




ein souveräner Cloud-Layer, bereitgestellt über Hyperscaler,



ein national souveräner Cloud-Layer zur länderspezifischen Datenlokalisierung, sowie



ein Enterprise-Cloud-Services-Layer mit zentraler Orchestrierung und Steuerung.




Über das EU-spezifische TCS Enterprise Cloud Framework sollen Unternehmen dabei unterschiedliche Souveränitätsanforderungen je nach Workload, Risiko und regulatorischen Vorgaben flexibel umsetzen können.



„Europäische Organisationen suchen die richtige Balance: Einerseits müssen sie Risiken mit Blick auf Lieferketten und Souveränität im Blick behalten. Andererseits müssen sie sicherstellen, dass sie Spitzentechnologien nutzen können, um ihre globale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten“, erklärt Sapthagiri Chapalapalli, Head of Europe bei TCS. Mit den SovereignSecure-Cloud-Lösungen wolle man Kunden einen pragmatischen Cloud-Ansatz bieten, der Resilienz und Souveränität gewährleiste und sich an den Unternehmen ausrichte.



Risikobasierter Ansatz für Cloud-Souveränität



Parallel zum Marktstart führt TCS in Europa auch sein „Sovereignty Consulting and Delivery Framework“ ein. Das Beratungsmodell soll Unternehmen dabei unterstützen, ein „Minimum Viable Sovereign Enterprise“ aufzubauen. Dabei werden Workloads nach Kritikalität und regulatorischem Risiko kategorisiert, um jeweils das passende Souveränitätsniveau festzulegen.



TCS betont, dass nicht alle Anwendungen denselben Schutzbedarf hätten. Ein differenzierter, risikobasierter Ansatz ermögliche es Unternehmen, Sicherheits- und Compliance-Anforderungen gezielt umzusetzen, ohne die operative Agilität einzuschränken.



Erweiterung des Europa-Geschäfts



Konkrete Angaben dazu, mit welchen Partnern und an welchen Standorten die SovereignSecure Cloud in Europa bereitgestellt wird, machte TCS nicht. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben seit mehr als 45 Jahren in Europa aktiv und betreibt dort zehn Rechenzentren sowie 21 Delivery-Standorte.



In Deutschland und Österreich ist TCS seit 1991 vertreten. Neben regionalen Delivery-Centern in Düsseldorf und Bonn betreibt der IT-Dienstleister auch ein Rechenzentrum in Frankfurt, über das Cloud-Services für den lokalen Markt bereitgestellt werden.